Dienstag, 26. März 2013

Chaos in der Cloud – Lohnt es sich, Geld für Cloud-Speicher auszugeben?

Dropbox, Google Drive, Sugar Sync, Box, Mega und andere Cloud-Anbieter locken Kunden mit gratis verfügbaren Gigabytes. Da natürlich niemand freiwillig mehr Geld als nötig ausgibt, verstreuen sich unsere privaten Daten immer häufiger über mehrere Online-Speicher. Mit dem Ziel, sich eine kostenfreie persönliche Datenbank in der Cloud anzulegen, sind insbesondere private Nutzer häufig versucht, ihre Daten auf mehrere Plattformen zu verteilen. Die Übersicht über was genau den wo gespeichert ist, kann dabei schnell verloren gehen – die Idee des kostenlosen online Speicherplatzes führt in dieser Situation statt zu Datensicherheit eher zu Datensalat. Während sich Textdateien und Microsoft Office Dokumente problemlos umsonst auf den meisten online Datenbanken speichern lassen, nehmen Video- und Musikdateien sowie größere Photosammlungen zu viel Platz ein, um sich kostenfrei unter dem gleichen Wolken-Dach verstauen zu lassen. Insbesondere Hobby-Fotografen, Film- und Musik-Liebhaber und Gamer stehen somit vor der Wahl: Geld ausgeben für die Cloud, ja oder nein? Die schlaue Antwort auf diese Frage lautet: Ja. Wie verlockend es auch erscheint, die eigenen Dateien, um Kosten zu vermeiden, auf verschiedene Cloud-Server zu verteilen, eine solche Lösung führt in den meisten Fällen eher zu Datenverlust als zu Datensicherung. Eine weitläufige Fotosammlung oder HTPC Bibliothek zu fragmentieren, wiegt Nutzer in der falschen Sicherheit, dass alle ihre Daten sich ja irgendwo in der Cloud befinden werden. Mit fehlendem Überblick ist es allerdings besonders wahrscheinlich, dass Cloud-Backups mit der Zeit vergessen werden und man sich schnell fragt, wo denn nochmal die Fotos vom letzten Urlaub waren. Apple iCloud, Box und Google Drive bieten je 5GB Speicherplatz umsonst an; bei Dopbox und Microsoft SkyDrive sind des je 2GB und 5GB. 50GB kosten $8.33 bei Apple, $19.99 bei Box, $ 9.99 bei Dropbox, und $2.08 bei Microsoft SkyDrive. Google Drive bietet keine 50GB Option; 100GB extra Speicherplatz kosten hier $4.99. Vergleichbare externe Festplatten sind nicht nur umständlicher in der Bedienung, sondern kosten auch mehr als Cloud-Backups. In der Cloud gespeicherte Filme, Fotos, und Dokumente lassen sich darüber hinaus von überall abrufen, mit anderen teilen und automatisch updaten. Die Idee ist genial – allerdings macht die Unordnung einer verstreuten online Datenbank sie wertlos. Ganz umsonst gibt es die Cloud leider noch nicht, doch die Investition lohnt sich!

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