Donnerstag, 27. Juni 2013

Warum der Begriff SaaS aussterben muss

Nachdem ehemals Sage CEO Paul Walker jahrelang daran festhielt, dass einfach nicht genügend Nachfrage nach SaaS besteht, ist das nun auch endlich akzeptiert: SaaS ist die Zukunft.
Nur leider trifft das inzwischen nicht mehr zu. SaaS ist nicht die Zukunft, SaaS ist die Gegenwart.
Genauso wie der Begriff „New Economy“ irgendwann im Laufe des letzten Jahrhunderts einfach zu „Economy“ oder „Wirtschaft“ wurde, wird auch „Software as a Service“ bald nur noch zu „Software“ und der Begriff SaaS somit wohl oder übel auch aussterben. Technologie wird nicht einfach aufhören sich weiterzuentwickeln und das ist auch gut so.
Doch was könnte sich verändern?

Unsere Gesellschaft wird nicht mobiler
Unsere Gesellschaft wird nicht mobiler, wie es so oft überall beschimpft oder auch angepriesen wird, sondern verteilt sich einfach auf verschiedene Plattformen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass in näherer Zukunft der PC komplett ausstirbt und wir alle nur noch Smartphones und Tablets benutzen. Vielmehr verwenden wir diese verschiedenen Geräte, um die immer gleichen Aufgaben auszuführen und erwarten natürlich auch, dass es uns ermöglicht wird. Die meisten unter uns lesen einen Teil ihrer Emails zuerst auf ihrem BlackBerry Smartphone, den Rest vielleicht auf dem iPad oder Android Tablet, nur um am Morgen wieder am Laptop oder PC zu sitzen und genau das auf einem anderen Gerät zu wiederholen. Natürlich erwarten wir aber auch, dass wir mit allen unseren Geräten auf dieselben Daten mit der gleichen Schnelligkeit und Qualität zurückgreifen zu können.
Um diese Erwartungen zu erfüllen, müssen Anbieter gleich mehrere verschiedene Apps entwickeln, die alle den gleichen Service liefern können: Für den PC, das Tablet, das Smartphone  - und dann für Android, iOS, Blackberry ... Einer der großen Vorteile von SaaS ist aber die einheitliche Codebasis. Die derzeitige Nachfrage nach multiplen Plattformen entkräftigt aber dieses Argument. Anbieter können es sich jedoch oft nicht leisten, alle Elemente der Originalversion in jede App einzubauen und die Apps sind schlussendlich dann doch nur ein schlechter Abklatsch des Originals.
Darüber hinaus werden wir immer ungeduldiger. Wenn wir darauf warten müssen, dass eine Seite lädt, ärgern wir uns über jede Nanosekunde die es zu lange dauert, als ginge die Welt unter. Bei  Seitenanfragen für SaaS-Anwendungen handelt es sich jedoch oft um Hunderte von Kbs, die eigentlich wirklich nicht notwendig wären und über 3G schmerzhaft lange dauern können. Vor allem wenn die Daten, die ursprünglich angefragt wurden, eigentlich nur ein paar Kbs brauchen.

Was ist also die Lösung? Das ist das Wunderbare an Innovation und technologischem Fortschritt - die optimale Lösung ist schneller hier als man denkt. So schnell wie wohl auch der Begriff SaaS aus unseren Köpfen verschwinden wird.

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